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Priesterinitiative

Veröffentlicht am 06.12.2013

Priesterinitiative in der Diözese Augsburg – Was wir wollen

 

 

Wir wollen beitragen zu einer Erneuerung unserer katholischen Kirche.

Mit diesem Ziel verbinden wir:  Jesus Christus ist der Herr- Ökumene- Dienst für die Welt - Glaubwürdigkeit.

Was wir als Pfarrer und Seelsorger in vielen Jahren erfahren haben, drängt uns, Reformanliegen zu benennen und für Erneuerung zu sprechen. Wir tun dies in Einheit mit den deutschen Bischöfen (siehe besonders deren Brief vom 25.9.2012 an alle Priester) und mit allen Gläubigen.

 

Uns bewegt, womit sich Menschen heute schwer tun, was sie nicht verstehen:

-       Warum evangelische Christen, die mit Katholiken verheiratet sind, also im Sakrament der Ehe eins sind, bei der Kommunion getrennt bleiben sollen

-       Warum wiederverheiratete Geschiedene ( zumal wenn sie in der neuen Familie in Liebe und Treue verbunden sind) nicht an der Kommunion teilnehmen dürfen

-       Warum sie, die im Beruf und im alltäglichen Leben eigenverantwortlich entscheiden und handeln, in der Kirche sich nur führen lassen sollen.

-       Kirche wird von vielen als eine Institution wahrgenommen mit weltlichen Machtstrukturen, juridisch geprägtem Geist, normativem Anspruch, in der die Freiheit nicht gefördert sondern eingeschränkt wird.

-       Laien, die mitgestalten wollen, werden mit ihren Vorschlägen nicht dankbar angenommen, sondern stoßen auf eine Wand, als ob sie ungebührlich in den Hoheitsbereich und die Rechte der Priester eindrängen

-        

Folgendes scheint uns besonders dringlich:

-       Das Hören aufeinander und die freie Rede- mehr Dialog und weniger Anweisungen. Ob die Strukturreform in unserem Bistum gelingt, wird wesentlich davon abhängen.

-       Durch Taufe und Firmung ist uns allen eine gleiche Würde gegeben und haben alle Teil an der Sendung der Kirche. Die Laien, insbesondere die Frauen, können gewiss mehr zum Leben der Kirche beitragen als bisher.

-       Eine Sprache, in der Verkündigung wie auch in der Liturgie, die verständlich ist und die etwas von Gottes Kraft verspüren lässt. Das neue Messbuch etwa gilt es daraufhin zu prüfen.

-       Wenn die Eucharistie eine solche überragende Bedeutung hat, dann braucht es auch die entsprechende Zahl an Vorstehern

-       Die sonntägliche Versammlung der Gemeinde ist ein hoher Wert. Sie steht in Spannung  zur abnehmenden Zahl an möglichen Eucharistiefeiern und dem Verbot von Wortgottesdiensten stattdessen. Ist unsere diözesane Lösung die pastoral passende?

-       Wie kann unsere Kirche durch Worte und Taten stärker und überzeugender das Evangelium aufleuchten lassen, das liebende Handeln Gottes, der um das Heil aller Menschen besorgt ist, besonders der kleinen und schwachen, der in Jesus Christus seine Barmherzigkeit so machtlos und doch gewinnend gezeigt hat?

 

Es geht um die Treue zu Jesus Christus. Er ist gekommen, die Nähe des Reiches Gottes zu verkünden, zu befreien und zu sammeln, die Kranken zu heilen, die Sünder zu rufen. „Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“

Kirche steht in diesem Dienst – dazu bekennt sie sich. In ihrem Tun und Erscheinen aber steht sie zuweilen dem im Weg.

Zu einer Änderung wollen wir beitragen. Wir können nicht für alles eine Lösung vorschlagen. Doch wir vertrauen darauf, dass der Geist die Kirche den rechten Weg führt.

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